eder verlässt sich auf sie wie auf wenig andere Dinge, aber nur vereinzelt weiß der Ottonormal-Autofahrer wirklich etwas über diese lebensrettenden Instrumente im eigenen Kraftfahrzeug.
Beim Bremsen wird Bewegungsenergie – die sogenannte kinetische Energie – in Wärme umgewandelt, sodass die Rollbewegung des Autos reduziert wird. Allerdings ist nur in der Theorie die Bremsanlage allein für die Geschwindigkeitsreduzierung verantwortlich. Die Haftung der Reifen auf der Straße impliziert einen Energieverlust, was entscheidend von natürlichen exogenen Faktoren beeinflusst wird, nämlich Art des Untergrunds sowie witterungsbedingte Veränderungen selbiger. Damit auf Grund starken Bremens kein Blockieren der Reifen und somit ein Kontrollverlust des Autos ausgelöst wird, wurde in der Automobilindustrie das Antiblockiersystem – kurz ABS – erfunden. Es trägt entscheidend dazu bei, dass neuzeitige Bremsvorrichtungen verlässlich sind.
Ein weiterer Grund für eine konstant anhaltende Zuverlässigkeit bewirkt die Duplizität der Bremsstränge. So sind stets zwei unabhängige Bremskreise im Auto vorhanden, sodass selbst bei einem äußert unwahrscheinlichen Ausfall eines Stranges das Bremsen nach wie vor möglich wäre. Dieses Doppelsystem ist seit 1967 in Deutschland kraft Gesetz vorgeschrieben. Ebenso bliebe zuletzt – sollten tatsächlich wortwörtlich alle Stricke reißen – auch noch die Feststell-, bzw. Handbremse.
Regelmäßige Kontrollen in Folge von Hauptuntersuchungen, die umgangssprachlich auch TÜV genannt werden – minimieren das Risiko eines Ausfalls und sollten daher zwingend in regelmäßigen Abständen unternommen werden. Wer dies nicht tut, muss in Deutschland mit juristischen Konsequenzen rechnen, die von Geldstrafen bis Punktvergabe reichen.
Normalerweise sollten Bremsen auf einfache Art und Weise möglich sein, beim Auto durch Drücken des Bremspedals und beim Motorrad durch einen Handhebel auf der rechten Seite des Lenkers (Vorderrad) sowie ein rechts liegendes Pedal im Fußbereich (Hinterrad). Nichtsdestotrotz scheinen viele Leichtsinnige im Straßenverkehr schlagartig mit dem Eintritt in das heißgeliebte Auto zu vergessen, wo eigentlich die Bremsen vorzufinden sind. So könnte man meinen, dass mehr Menschen durch absichtliches Nichtbremsen zu Tode kommen als durch Nicht-Bremsen-Können. Vielleicht wäre eine Werbekampagne für gewissenhaftes Bremsen angebracht. Wer diesen Artikel ließt und dies tun möchte, aber nicht weiß, wie: Werbung entwickelt man hier: Werbeagentur.
