Intakte Bremsen sind bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit lebenswichtig. Wer eine Zulassung für den allgemeinen Straßenbetrieb haben möchte, benötigt vollkommen funktionsfähige Bremsen.
Gerade in der dunklen Jahreszeit kommt es noch mehr auf die Funktionstüchtigkeit der Bremsen an. Die Straßen sind nass oder rutschig und wenn plötzlich etwas unvorhergesehenes passiert, wie zum Beispiel Wild das plötzlich auf die Fahrbahn läuft, müssen die Bremsen hundertprozentig zuverlässig sein.
Bei der Hauptuntersuchung, die alle zwei Jahre fällig ist, werden auch die Bremsen kontrolliert. Hier kommt es vor allem auf die gleichmäßige Verteilung der Bremskraft, die Höhe des Bremsmomentes und die Höhe der Pedalkräfte an.
Auch wenn die Technologie der Bremsen seit Jahrzehnten bewährt ist, bereiten die Bremsanlagen doch immer wieder Probleme. Durch Verschleiß müssen selbst die besten Bremsanlagen nach einigen 10.000 Kilometern erneuert werden. Der Golf 6 macht hier keine Ausnahme. Seine Bremsanlage sollte auch nach ca. 40.000 Kilometern erneuert werden.
Nach Verschleiß und Rost ist die Bremsflüssigkeit ein weiterer wichtiger Punkt der bei der Bremskontrolle beachtet werden muss. Jeder Auto- und Bremsenhersteller empfiehlt die Bremsflüssigkeit alle zwei Jahre zu wechseln. Das größte Problem bei der Bremsflüssigkeit ist ihre Fähigkeit Feuchtigkeit aus der Luft zu binden. Die sogenannte Verwässerung führt dazu, dass der Siedepunkt absinkt. Wenn die Bremsen stark belastet werden, können die Bremsscheiben bis zur Rotglut erhitzt werden. Die Hitze wird von der Bremsflüssigkeit aufgenommen. Wenn die Flüssigkeit zu viel Wasser enthält, kocht sie nicht erst wie üblich bei 250°C, sondern schon bei 170°C. Dies geht zu Lasten des Bremsdrucks.
Es kann auch sein, dass die Bremsflüssigkeit verloren geht, doch dann ist Vorsicht geboten. Ein hydraulisches Bremssystem ist nämlich ein rundes System, aus dem die Flüssigkeit nicht einfach so verloren gehen kann. Der Verlust kann zwei Ursachen haben. Die erste Ursache ist eher unkritisch, da sie systembedingt ist. Die Bremsbeläge werden im Laufe der Zeit abgenutzt, was dazu führt, dass die Bremskolben langsam immer wieter aus den Bremszangen heraus wandern damit beim Bremsen der Kontakt zwischen Bremsbelag und Bremsscheibe erzeugt werden kann. In dem Raum hinter dem Kolben im Bremszylinder füllt die Bremsflüssigkeit aus dem Vorratsbehälter.
Die andere Ursache die zu plötzlichem Verlust der Bremsflüssigkeit führen kann ist schon kritischer. Wenn der Flüssigkeitspegel sehr schnell und mehrfach nacheinander sinkt, hat das Bremssystem ein Leck, das dazu führt, dass die Bremsflüssigkeit auf die Straße läuft. Ohne die Bremsflüssigkeit ist es nicht mehr möglich zu bremsen und das is natürlich lebensgefährlich. Wer die Warnleuchte der Bremsflüssigkeit mehrmals innerhalb weniger Tage aufleuchten sieht, sollte die Bremsanlage sofort durch Experten kontrollieren und reparieren lassen.